Praxis für Psychotherapie und Yoga Ursula Kassel

(Heilpraktikerin für Psychotherapie, VFP)

Tiergestützte Therapie

Tiergestützte Therapie

Seit März 2013 habe ich eine Weiterbildung zur Tiergestützten Therapie mit Zertifikat abgeschlossen. Der Schwerpunkt der Ausbildung lag auf der Begleitung und Unterstützung einer psychotherapeutischen Behandlung.

Mein Hund wurde als gut geeignet geprüft und ist aggressionsfrei, sensibel und menschenbezogen.

Er wird regelmäßig mehrmals im Jahr tierärztlich untersucht, geimpft und entwurmt.

Charly, geb. im Juni 2010, ist ein Schweizer Sennenrüde. Er absolvierte die Ausbildung mit großer Gelassenheit und Ruhe und schloss sie erfolgreich ab.

Er ist souverän, gelassen und ruhig und lässt sich ebenfalls jederzeit abrufen und kontrollieren.

Er zeichnet sich durch ein freundliches und offenes Wesen aus.

Er wurde ausgebildet von Silke Bergener (Sense-For-Dogs), die sich auf die Ausbildung von Service-, Therapie- und Blindenführhunden spezialisiert hat.

Immer schon sind Tiere der Schlüssel zur Seele. Sie haben positive und heilende Einflüsse auf Menschen

Die Hundgestützte Therapie ist eine Form der Tiergestützten Therapie. Sie wird von ausgebildeten Fachkräften aus den Bereichen Psychotherapie, Pädagogik, Soziales oder Medizin mit einer Fortbildung zum Tiergestützten Therapeuten angewandt.

Charly, geb. 2010

Charly

Bild: Tierfotografie Wissmann

Die Hundgestützte Therapie wird wie jede Tiergestützte Therapie als eine reine Zusatztherapie angeboten, welche die konservative Therapie ( hier die lösungsorientierte analytisch systemische Psychotherapie ) ergänzt, jedoch nicht ersetzen kann. Viel mehr schafft sie eine Ebene, auf der der Klient/ Patient besser zu erreichen ist und dadurch die konservative Therapie erfolgreicher durchlaufen kann. Das Besondere an der Therapie mit Hunden ist ihre beruhigende und schützende Wirkung auf den Patienten/Klienten. Sie kommunizieren auf einer körpersprachlichen Ebene und ohne Worte, was den Patienten/Klienten in seinem Wesen öffnet und seelisch gut tut. Durch diesen vertrauensvollen und verletzungsfreien Kontakt agiert der Patient/Klient viel offener, was dem Therapeuten die Möglichkeit gibt, auf das zu behandelnde Problem zugreifen zu können.
Ihre Kommunikation ist anders als die zwischenmenschliche Kommunikation. Sie werten und bewerten nicht und nehmen jeden Menschen so an, wie er ist.
Hunde besitzen einen hohen Aufforderungscharakter, was Kontaktaufnahme und Zuwendung betrifft. Darüber hinaus wirken sie integrierend. Die Befindlichkeit aller Beteiligten (Therapeut/ Hund, Klient ) verbessert sich bei Anwesenheit eines Hundes in der therapeutischen Situation.

Dadurch, dass Hunde in ihrem Wesen den Menschen zum Handeln auffordern, gehen die Patienten/Klienten auf die Gespräche und Übungen ( Spiel mit dem Hund, Körperübungen und Bewegungsübungen aus dem Bereich des TellingtonTTouch ) besser ein. Sie lassen sich intensiver auf das Therapiegeschehen ein und gelangen schneller zur Einsicht was ihr Problem betrifft. Durch die reine Anwesenheit des Hundes fühlen sich die Patienten/Klienten gelöster, in ihrem Inneren erfasst und bereit, dieses nach Außen zu tragen.
Der Therapiehund erkennt innere Konflikte und Spannungen und bringt diese zum Ausdruck. Er animiert den Patienten seine Konflikte preiszugeben und schafft so einen therapeutischen Ansatzpunkt, von diesem ausgehend mit konservativen Mitteln weitergearbeitet werden kann.
Im Kontakt zu einem Hund können Patienten/Klienten unmittelbar und sehr direkt erleben, dass ihr eigenes Verhalten sich im Verhalten des Hundes spiegelt.
Dies führt zu vielen „ AHA-Momenten „ und macht zudem viel Freude.

Besonders wirkungsvoll zeigt sich die Hundgestützte Therapie bei Depressionen, Angst, Traumata, Stresserkrankungen, Beziehungsproblemen ( auch jede Form von autistischen Krankheitsbildern ), Kommunikationsproblemen, bei ADH und ADHS, in der Trauerarbeit und in der Paartherapie ( als Spiegel von Kommunikationsstörungen und Verhalten ) und natürlich auch bei einer Hundephobie.